Sauriermuseum Aathal - Museum - Schwerpunkte Sauriermuseum Aathal - Museum - Schwerpunkte

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Schwerpunkte

Schwerpunkte im Museum bilden einerseits die eigenen Ausgrabungen mit ihren originalen Dinosaurierknochen; anderseits wurden fast jährlich neue Schwerpunkte definiert, als Spezialausstellung gestaltet und anschliessend ins Museum integriert. So entstand die heutige Museumsausstellung, deren intensivere Betrachtung dem Besucher schnell einmal einen halben Tag Zeit abfordert. Selbstverständlich kann man den Museumsbesuch auch auf verschiedene Tage aufteilen oder mit einem Aufenthalt in der Cafeteria oder im Dino-Gardino unterbrechen.

 

Ausgrabungen

Seit Anfang der neunziger Jahre waren Hans-Jakob Siber und sein Team alljährlich in Wyoming, USA, auf der Howe-Ranch auf Dinosauriergrabung in der Oberjurazeitlichen Morrison-Formation. Dabei wurden mehrere teils sehr vollständige Dinosaurierskelette geborgen und anschliessend im Aathal präpariert, montiert und ausgestellt. Die Grabungstechnik wird im Museum vorgestellt, und im Schaupräparatorium kann man gelegentlich den Präparatoren beim Arbeiten live zusehen.


 

 
       
     

 

 

 

Original-Skelette

Fast alle der auf der Howe-Ranch gegrabenen Skelette beinhalten einen wohlerhaltenen Schädel. Diese Originale sind in der Galerie «Köpfe der Kolosse» im Museum zu bewundern: Allosaurier, Diplodocus, Apatosaurier, Camarasaurier und Stegosaurier. An den zugehörigen montierten Originalskeletten wurden Abgüsse dieser Schädel angebracht.


  

Die montierten Originalskelette finden Sie im Panoramaraum und in der Stegosaurier-Ausstellung im Untergeschoss. Weitere Highlights der eigenen Dinosaurier-Skelette sind ein vollständiger Othnielosaurus und ein welteinmaliges Sauropoden-Baby.

 
   
 

Stegosaurier

Den Stegosauriern der Morrison-Formation (Wyoming, USA) ist im Sauriermuseum Aathal ein eigener Ausstellungsraum gewidmet. Hier findet sich etwa ein Exemplar mit dem weltweit vollständigsten Satz von Rückenplatten mit wahrscheinlich nur einer einzigen fehlenden Platte. Ein weiteres Highlight ist ein Alttier eines Stegosauriers mit Hauterhaltung und mit diversen Krankheitsbildern an den Knochen. In der Spezialausstellung «Die Dinosaurier von Europa» ist ferner ein Skelettabguss des europäischen Stegosauriers Miragaia zu sehen.

 
   
 

Ankylosaurier

Neben den Stegosauriern bilden die Ankylosaurier eine weitere wichtige Gruppe von mit Stacheln bewehrten Pflanzen fressenden Dinosauriern. Im Gegensatz zu den Stegosauriern, die am Schwanzende vier wehrhafte Stacheln trugen, besassen die Ankylosaurier hier eine massive Knochenkeule, mit der sie effizient potentielle Fressfeinde abwehren konnten. Gastonia (im Bild) hatte zwar keine Schwanzkeule, war aber massiv mit Knochenplatten und -stacheln bewehrt.

 
     
   

 

 

 

Saurier der Schweiz

Die bekanntesten Dinosaurier der Schweiz sind die Plateosaurier von Frick. In den dortigen Triasschichten werden noch heute jährlich Ausgrabungen durchgeführt. Neben einzelnen Knochen im Jura sind vor allem die Spurenfunde bemerkenswert. Solche finden sich im Jura der Westschweiz, aber auch in der Trias des Wallis und des Engadins und in der Kreide bei Beckenried am Vierwaldstättersee.

 

 

 

Die wichtigste Echsenfundstelle der Schweiz liegt jedoch am Monte San Giorgio im Kanton Tessin. Diese ausserordentliche Trias-Fossillagerstätte wurde zum Unesco Weltnaturerbe erklärt.

 
     

 

 

 

Meeresmonster

Auch heute noch gibt es in den Weltmeeren Meeresmonster: riesige Wale und Haie. In vergangenen Erdzeiten gab es ebenfalls Haie, aber statt Wale tummelten sich gigantische Meeresechsen, Fischsaurier, Krokodile und Riesenschildkröten in den Tiefen der Ozeane. Die Meeressaurier erreichten bisweilen die grösseren Ausmasse als die landlebenden Dinosaurier. Dieser Ausstellungsteil befindet sich vor dem Aufgang zur Cafeteria. Ein Highlight der Ausstellung ist das Originalstück eines Meereskrokodils aus Süddeutschland sowie ein Replikat der Riesenschildköte Archelon.

 

   
     
 

Flugsaurier

Die Fähigkeit zum Fliegen wurde von den Wirbeltieren mehrmals erworben. So sind Flugsaurier, Vögel und Fledermäuse in keiner Weise direkt miteinander verwandt und ihre Flügel sind völlig verschieden aufgebaut. Diese Merkmale und Unterschiede zusammen mit schönen Fossilbeispielen finden sich im Flugsaurierraum zusammengefasst.

 
 
 

Gefiederte Dinosaurier

Archaeopteryx gilt als einer der ersten Vogelvertreter. Er besitzt jedoch noch viele Dinosauriermerkmale und heute wird angenommen, dass die heutigen Vögel von frühen Dinosauriern abstammen. So ist es auch nicht ganz verwunderlich, dass bei Raptoren, kleineren Fleisch fressenden Dinosauriern, ebenfalls schon Federn gefunden worden sind. Diese dienten jedoch nicht dem Flug sondern eher der Wärmedämmung. Vor allem die Fossilien aus den feinen Sedimenten von Liaoning in China zeigen deutliche Hinweise auf ein Federkleid.

 
 
 

Archaeopteryx, ein Vogel der noch keiner war

 
 

Archaeopteryx ist wohl das bekannteste Fossil der Welt. Anlässlich der
Entdeckung eines neuen Exemplares des Urvogels im Jahr 2011 hat
das Sauriermuseum 2012 eine Spezialschau zu Archaeopteryx realisiert.
Eine massgetreue Kopie des Exemplares Nr. 11 können Sie in einem

speziellen Schaukasten mit einem animierten Hologramm bewundern.
Alle Funde von Archaeopteryx stammen aus der Region Eichstätt-
Solnhofen in Bayern. Der erste Fund wurde bereits 1860 gemacht,
dabei handelte es sich vorerst nur um eine einzelne Feder…

 
 
 

Archaeopteryx Einzelfeder, Erstfund von 1860

   Einzelfeder
 Erstfund 1860

1. Londoner Exemplar, Fundjahr: 1861

1. Londoner Expl.
Fundjahr 1861

2. Haarlemer Exemplar, Fundjahr: 1855

2. Haarlemer Expl.
Fundjahr 1855

3. Berliner Exemplar, Fundjahr: 1875

3. Berliner Expl.
Fundjahr 1875

4. Eichstätter Exemplar, Fundjahr: 1951

4. Eichstätter Expl.
Fundjahr 1951

5. Maxberg Exemplar, Fundjahr: 1956

5.Maxberg Expl.
Fundjahr 1956

 
 
 

6. Solnhofner Exemplar, Fundjahr: 1985

  6. Solnhofer Expl.
    Fundjahr 1985

7. Daitinger Exemplar, Fundjahr: 1990

7. Daitinger Expl.
Fundjahr 1990

8. Münchner Exemplar, Fundjahr: 1992

8. Münchner Expl.
Fundjahr 1992

9. «Chicken Wing», Fundjahr: 2004

9. «Chicken Wing»
Fundjahr 2004

10. Thermopolis Exemplar, Fundjahr unbekannt

10. Thermopolis Expl.
 Fundjahr unbekannt

11. Neustes Exemplar Nr. 11 von Archaeopteryx, Fundjahr unbekannt

11. Neustes Exemplar
Fundjahr unbekannt

 
 

Eier und Embryos

Soweit wir heute wissen, legten Dinosaurier und Flugsaurier Eier. Von einigen Dinosauriern kennen wir die Form und Grösse der Eier, da in ihnen Reste von Embryonen gefunden werden konnten. Von vielen Dinosauriern sind die Eier unbekannt, und vielen Eierfunden kann kein Dinosaurier mit Sicherheit zugeordnet werden. In diesem Ausstellungsteil finden Sie diverse Beispiele und erfahren weshalb der Oviraptor kein Eierdieb war.

   
         
     

 

 

 

Fussspuren der Giganten

Von Dinosauriern existieren weltweit erstaunlich viele Fussspuren. Dies liegt einerseits an der Grösse der Tiere, anderseits an der Tatsache, dass Strände und flache Gezeitenebenen als Wildwechsel genutzt wurden. In diesem Umfeld blieben die Spuren bevorzugt erhalten. An deutlichen Spuren kann man die Dinosauriergruppe, die Grösse der Tiere sowie die Gangart und die Laufgeschwindigkeit ermitteln.

   
   
 

Dinosaurier Europas

Bei Dinosauriern denken viele an die Badlands der USA, an die Wüste Gobi in der Mongolei oder an die Pampa von Argentinien. Dabei liegen die Dinosaurier auch praktisch vor der Haustüre: Über ganz Europa verstreut finden sich tolle Dinosaurierfundregionen. Einige davon wurden erst in den vergangenen zehn Jahren berühmt. Die neueste Ausstellung im Sauriermuseum fasst die Kenntnisse der europäischen Dinosaurier zusammen und präsentiert einige der spektakulärsten Dinosaurier von Europa.

   

Meisterwerke der Natur

Fossilien sind lehr- und aufschlussreich für die Erforschung der vergangenen Lebensformen. Darüber hinaus sind sie Kunstwerke der Natur, die durch ihre biogeometrischen Formen und Farben begeistern. Erst durch aufwändige und kunstvolle Präparation gelangt ihre einstige Schönheit wieder ans Licht und erstrahlt in neuem Glanz. Die 55 schönsten und spektakulären Fossilien der Siber Collection sind in diesem Ausstellungsteil wie in einer Kunstgallerie zusammengefasst und ausgestellt.

   
   
 

Meteoriten und Aussterben

Zum Ende der Kreidezeit kam es zu einer gewaltigen Naturkatastrophe: Ein Asteroid oder Komet stürzte auf die Erde und brachte grosse Verwüstungen und Klimawechsel mit sich. Zu dieser Zeit, eventuell mitverursacht durch den Einschlag, waren auch grosse Vulkane aktiv und beeinflussten die Atmosphäre. Selbst wenn nicht alle Details und Abhängigkeiten restlos geklärt sind: Es kam zum Aussterben der Dinosaurier und der Flugsaurier, sowie der Meeressaurier, der Ammoniten und Belemniten in den Meeren. Rasch erholte sich das Leben wieder, aber die Zusammensetzung der Lebewesen war eine ganz andere.

 

 
       
     

 

 

 

Dino Giardino

Der Dino-Garten ist ein spezieller Bereich für Familien, Schulen und vor allem für die Kinder. Hier kann ein Dinosaurier ausgegraben werden, man kann kleine Fossilien finden, sich als Dinosaurier-Ausgräber fotografieren lassen, seine Wurst grillieren, herumklettern, rennen, spielen und sich wie ein kleiner Dinosaurier fühlen. Ein Museumsbereich zum selber Hand anlegen.

 
   
 

Turiasaurier im Paläobotanischen Garten

Zwei lebensgrosse Sauropodenmodelle im Paläobotanischen Garten bewegen sich, wenn sie besucht werden. Turiasaurus war einer der grössten Landdinosaurier Europas. Knochenfunde stammen aus Spanien und Portugal. Die grössten Fussspuren im Nordwestschweizer Jura stammen von solchen oder ähnlichen Tieren. Die Pflanzen im umgebenden Paläobotanischen Garten vermitteln einen Eindruck von der im Erdmittelalter vorherrschenden Vegetation: Farne, Schachtelhalme, Ginkgo, Araukarien und andere Zapfenträger, aber auch Magnolien, Tulpenbäume oder Lorbeer.