Sauriermuseum Aathal - Ausgrabungen Sauriermuseum Aathal - Ausgrabungen

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Museumseigene Grabungen in Wyoming, USA

Die Morrison-Formation (Oberjura, Nordamerika)

Seit vielen Jahren gräbt Hans-Jakob Siber, der Direktor und Initiator vom Sauriermuseum Aathal, mit seinen Ausgrabungsteams in Wyoming. Bei der dort vorkommenden Morrison-Formation handelt es sich um grossräumige Flussablagerungen der jüngeren Jurazeit. In diesen ehemaligen, mäandrierenden Fluss-Systemen liegen in Anlagerungsgebieten verbreitet Knochen- und Skelettanhäufungen in siltigen und sandigen Sedimenten.

Das Ausgraben von Dinosaurierskeletten will gut vorbereitet sein. Neben geologischen Kenntnissen sind auch viele logistische Herausforderungen zu meistern. Daneben gilt es auch, die notwendigen Formalitäten vorzubereiten, schliesslich kann nicht jeder überall graben. Werkzeuge und andere Materialien müssen besorgt werden; eine Nachbestellung muss in nützlicher Frist möglich sein. Zu Grabungsbeginn müssen oft grosse Gesteinsmassen mit schwerem Gerät bewegt werden. Doch bevor es überhaupt zur Grabung kommt, muss eine Prospektion zeigen, wo die potentiellen Ausgrabungsstellen liegen.

Durch sorgfältige Dokumentation der Lage der Knochen vor deren Entnahme aus dem Sediment lassen sich Lage und Zusammenhänge viel besser rekonstruieren. Im Gelände ist die Zuordnung einzelner Knochen zu Arten oder Individuen oft nicht möglich und kann erst im Labor realisiert werden. Dort können die Pläne nach Skelettelementen und Dinosaurierzugehörigkeit in den Fundplänen verschieden eingefärbt werden. Neben den Zuordnungen erhält man so ein Bild z.B. der damaligen Strömungsverhältnisse des Flusssystems etc.

Die Sammlung von Dinosauriern aus der Morrison-Formation im Sauriermuseum Aathal hat Wissenschaftler aus der ganzen Welt angezogen dank ihrem grossen Forschungspotential. Schon diverse Fachartikel wurden darüber veröffentlicht und weitere werden folgen.

Von 1989 bis 2003 grub das Siber-Team an drei verschiedenen Stellen auf dem Areal der Howe-Ranch. Zu Beginn im Howe Quarry, später im Howe-Stephens Quarry und im Howe-Scott Quarry. Nach 2003 kam es vermehrt zu Unstimmigkeiten mit den Besitzern der Howe-Ranch und die gegenseitigen Vereinbarungen wurden aufgelöst. Hans-Jakob Siber und sein Grabungsteam mussten in der Gegend eine neue Grabungsstelle finden - wollten sie doch weiter in der Morrisson-Formation von Wyoming nach jurassischen Sauriern graben.

Von 2010 bis 2014 grub das Siber-Team im Dana-Quarry auf einer Ranch bei Ten Sleep, Big Horn Basin, Wyoming, USA.